Jugendabteilung

Die BSV-Jugendabteilung

Ansprechpartner

Jugendleiter:
Carsten Willkomm
Stv. Jugendleiterin:
Yvonne Willkomm

Trainingszeiten

Jeden Donnerstag 19:00 – 21:00 Uhr Gewehr und Pistole

Willkomm, Carsten
Jugendleiter
Willkomm, Yvonne
Stv. Jugendleiterin
Maskottchen seit 2005 Maskottchen der Jugend seit 1954
Brodrecht, Elke
stv. Kassenwart
Sieverling, Stefanie
Beisitzer
Gilles, Sheyenne Heller, Lars-Torben Höllermann, Nils Jockel, Louis
Jockel, Max Jürgens, Lisa Jürgens, Patrick
Rhein, Anne-Sophie Rhein, Antje Dennis Sandig
Wagner, Julian Wagner, Saskia Woeste, Max

Die Jugendabteilung
Erste Dokumente über Jungschützen im Bürger-Schützen-Verein stammen aus den 30er Jahren. Hierzu liegen zwar Bilder vor, leider aber keine schriftlichen Dokumente über Aktivitäten. Die Bilder allein aber zeigen schon eine starke Jugendarbeit im BSV. Mitte der 30er Jahre gab es auch die ersten Jungschützenkönige. So lebt beispielsweise auch der Jungschützenkönig von 1936 noch in Lüdenscheid. Laut seiner Aussage war er der zweite oder dritte Jungschützenkönig des BSV. Bereits zu dieser Zeit hatten die Jungschützen ihre eigene Jugendstandarte, hinter der heute noch die Jungschützen des BSV marschieren. Demnach ist die Jugendstandarte über 75 Jahre alt. Leider war das Bestehen der Jugendabteilung nur von kurzer Dauer, denn der zweite Weltkrieg zerschlug die Jungschützen. Aber schon bald nach dem Krieg stieg die Flamme der Jungschützen wieder empor. Arthur Hellwig war es, der nach der Neugründung des Bürger-Schützen-Vereins im Jahre 1949 mit der kommissarischen Leitung der Jugendabteilung beauftragt wurde. Bereits ein Jahr später löste ihn Peter Busch ab. Unter seiner Leitung und mit Unterstützung von Willy Wagner und Werner Stroh wuchs die Gruppe quantitativ und qualitativ. So holte die Jugendmannschaft mit Gerd Pühl, Heini und Gerhard Pusch und Hans-Dieter Höllermann 1951 und 1952 sowohl die Kreismeisterschaft als auch den Bezirks- und Westfalenmeistertitel an die Hohe Steinert. Wenige Jahre nach Busch übernahm Willy Wagner, Stifter der ersten Jungschützenkönigskette, die Jugendlichen. Ihm folgte für einige Zeit Gerd Kampe. 1957 trat Hans-Dieter Höllermann an die Stelle Kampes. Höllermann wusste zusammen mit seinen „fleißigen Helfern“ Hans Robert Voß, Adolf Schröder und Rüdiger Schewe mit den Jugendlichen vor allem gesellschaftlich umzugehen. Seiner Zeit entsprangen das Weihnachtspreisschießen mit dem Bolzengewehr und der Jungschützenabend, an dem auch Gönner und Helfer der Jugendabteilung teilnahmen. Vor allem aus dieser Periode wuchsen Schützen heran, die noch heute für sportliche Erfolge sorgen, wie zum Beispiel Lothar Haase, Willi Boeckem und Holger Brodrecht. Auch Klaus Jeschke und Günter Markus sind heute aus dem BSV nicht mehr wegzudenken. Nach 14 jähriger Tätigkeit übergab Höllermann aus beruflichen Gründen sein Amt an Eugen Drückow, der wiederum als Sportleiter dieses Amt an Ernst Schöfer ein Jahr später abgab. Schöfer sorgte 1974 in vorbildlicher Manier für die Umsetzung der Vorschrift des Verbandes, die Jugendabteilung eigenständig zu organisieren. Dennoch blieb die Jugendabteilung dem geschäftsführenden Vorstand gegenüber verantwortlich. Als „Verein im Verein“ wurde somit erstmals ein Jugendausschuss gewählt. In dieser Zeit kam die Jugendabteilung zu einem wahren „Boom“. Von den 187 Jugendlichen kamen regelmäßig mehr als 80 Jugendliche zu den drei Trainingsabenden pro Woche. Wie schon aus der Zeit 1951 und 1952 kamen auch aus diesen Reihen Jungschützen mit gutem Potential. Schützen wie Jörg Späinghaus stehen noch aktiv in den Reihen der Pistolenschützen. Auch gesellschaftlich machte man Fortschritte. Aus dem Jungschützenkönig wurde ein Jungschützenkönigspaar und aus den „Kappenabenden“ wurden Picknicks und Wochenendfreizeiten. Als Schöfer 1981 der Jugendabteilung seinen Abschied verkündete, stiftete er, nach Absprache mit Lisa Wagner, Frau von Willy Wagner, eine Erweiterung zur Jungschützenkönigskette sowie Wanderpreisketten für die Altersklassen Schüler und Jugend. Schöfers Nachfolger Rolf Stroh hatte eine schwere Last zu tragen. Trotz der verbliebenen rund 50 Jugendlichen musste Stroh feststellen, dass der Schützenverein dem vermehrten Freizeitangebot Tribut zollen musste. Zudem wurde der Trainingstag von Mittwoch auf Montag gelegt, ein Tag, an dem die Jugendlichen anderen Aktivitäten nachgingen. Auch nach 1988, als Klaus Jeschke das Amt von Stroh übernahm, hielt die Durststrecke bei den Jugendlichen an. So gab es Mitte der 90er Jahre mit rund 30 Jugendlichen einen „Tiefpunkt“. Eines aber blieb: der sportliche Erfolg. Bis heute holten die Jungschützen Kreis-, Bezirks- und Landesmeistertitel für die BSV-Staffel. Aus der Ära Jeschke entsprangen Schützen wie Yvonne und Antje Brodrecht, Carsten Willkomm, Volker Halbhuber, Mark Siebert, Sven Pantack und Stefanie Sieverling. Vier von ihnen gelang es innerhalb der letzten Jahre, mindestens einmal an den Deutschen Meisterschaften in München teilzunehmen. Bemerkenswert sind der Zusammenhalt und die Treue in der Gruppe. Viele der guten Schützen stellen sich in den Dienst der Jugendabteilung und unterstützen somit die anderen Jugendlichen, diesen Erfolg auch zu erreichen, mit Erfolg. Ein quantitativer Aufschwung gelang der Jugendabteilung 1999 durch den Tag der offenen Tür. Innerhalb weniger Wochen verdoppelte sich die Anzahl der Jugendlichen. So standen im November 1999 erstmals wieder über 40 Jugendliche auf dem Luftgewehrschießstand. Eine Einrichtung seiner Vorgänger machte Jeschke schon fast zur Tradition. Alle zwei Jahre geht es für die Jugendlichen auf Wochenendtour. Bei diesen Freizeiten blühen nicht nur die Jugendlichen voll auf. Im Jahre 2000 ließ die Jugendabteilung noch einmal den „Kappenabend“ aufleben, als ehemalige Jungschützenköniginnen und -könige zusammen mit dem aktuellen Ausschuss und der jetzigen Jugendabteilung ihr „Silberjubiläum“ feierten. Der älteste Jungschütze dürfte eigentlich kein Jungschütze mehr sein. Doch vor allem bei den kleinen Jungschützen war der über 20 Jahre alte Teddybär beliebt. Jeder hat ihn bestimmt schon einmal bei den Festzügen in Lüdenscheid und Umgebung in den vorderen Reihen gesehen. Wer diesen Teddybär allerdings ins Leben gerufen hat, konnte trotz intensiver Nachfrage und Suche nicht mehr nachvollzogen werden. Auch im Jahre 2001 stand wieder eine Jugendfahrt an. Diesmal ging es auf einen Bauernhof in Emsdetten. Sportlich gesehen war das Jahr 2001 für die Jugendabteilung dank Thomas Linnepe ein sehr erfolgreiches Jahr. Thomas gelang seine erste Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in München. Auch in den folgenden Jahren schaffte Thomas in verschiedenen Gewehrdisziplinen, sich für die „Deutschen“ zu qualifizieren. Im Folgejahr setzte neben Thomas auch Leoni Boeckem im sportlichen Bereich Akzente. Sie schaffte die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften im Pistolenbereich. Beide blieben auch nach Ausscheiden aus der Jugendabteilung für unseren Verein sehr erfolgreich. Im Jahr 2003 fand ein Führungswechsel in der Jugendabteilung statt, da Klaus Jeschke und Monika Markus sich nach jahrzehntelanger Arbeit leider nicht mehr zur Verfügung stellten. Carsten Willkomm wurde von den Jugendlichen auf dem Vereinsjugendtag als neuer Jugendleiter gewählt und wurde somit Nachfolger von Klaus Jeschke. Monika Markus, die als stellvertretende Jugendleiterin und Kassenwartin fungierte, wurde von Yvonne Brodrecht abgelöst. Auch der neue Jugendausschuss behielt die Tradition der Jugendfahrten bei und organisierte eine Wochenendfreizeit

in Everswinkel auf dem Reiterhof Schwermann. Beim LSG-Schützenfest im Jahr 2004 kam es in der Jugendabteilung zu einem Unfall. Während sich alle bei einem kühlen Getränk vom Festumzug erholten, verlor unser ältestes Jugendabteilungsmitglied seinen Kopf, was zu großer Bestürzung führte. Der überall beliebte Teddy, das Maskottchen der Jugend, lag nun in zwei Teilen auf dem Tisch. Ulli Boeckem ve sprach, sich um den Teddy zu kümmern und pflegte ihn, bis er sich wieder erholt hatte. Im Sommer 2004 unternahm die Jugendabteilung eine Tagesfahrt ins Phantasialand. Dort hatten alle viel Spaß und einen erlebnisreichen Tag. Am Schützenfestfreitag des Jahres 2005 gab es während des Jungschützenkönigsschießens eine Überraschung für die Jugendabteilung. Uli Boeckem überreichte Carsten Willkomm einen neuen Teddy. Dieser trug wie sein Vorgänger eine Schützenuniform, welche Ulli aus einer alten Uniform von Rolf Stroh (ehemaliger Jugendleiter) schneiderte. Somit konnte der alte Teddy nach jahrzehntelanger Arbeit in den wohlverdienten Ruhestand entlassen werden. Im Jahr 2005 ging die traditionelle Wochenendfreizeit nach Oberwesel am Rhein. Dort verbrachte die Jugendabteilung drei tolle Tage in der Jugendherberge. Neben vergnüglichen Stunden im hauseigenen Schwimmbad und einer gemütlichen Bar im Keller machten wir auch einen Tagesausflug, bei dem wir unter anderem Schiff und Seilbahn fuhren. Darauf folgten, zuletzt 2009, Wochenendfreizeiten im Schultenhof bei Garbeck. Hierbei standen das Hallenbad und der Reiterhof im Mittelpunkt des Geschehens. Die Abende gehörten, wie es schon seit Jahrzehnten üblich ist, den gemeinsamen Spielabenden. Trotz der sportlichen Erfolge und zufrieden stellenden Beteiligung der Jugendlichen ist die Jugendabteilung immer um neue Jungschützen bemüht. Training findet für die Jugendlichen ab 10 Jahre jeweils montags ab 17.00 Uhr auf dem Schießstand an der Hohen Steinert statt. Eltern und interessierte Jugendliche sind herzlich willkommen.

Aktivitäten der Jugendabteilung

Jeden Montag trifft sich die Jugendabteilung um 17.15 Uhr am Schießstand um zu trainieren. Wir schießen mit Luftgewehren, Luftpistolen und Kleinkalibergewehren. Weiterhin besteht die Möglichkeit, nach dem Training noch zu quatschen, Tischtennis oder Dart zu spielen.
Im sportlichen Bereich nehmen wir an offiziellen Meisterschaften (Verein, Kreis, Bezirk, Land, Deutsche) teil. Außerdem fahren wir jedes Jahr zum VSC um beim Bolzenschießen um Pokale und Auszeichnungen zu kämpfen. Auch am Kreisjugendpokalschießen, welches aus zwei Wettkämpfen pro Saison besteht, beteiligen wir uns.
Jedes Jahr schießen wir abteilungsintern ein Ostereier- und Weihnachtspreisschießen aus. Beim Ostereierschießen gibt es als Preise für jeden Teilnehmer bunte Eier. Die drei Bestplatzierten bekommen noch eine Süßigkeitenüberraschung. Das Weihnachtspreisschießen wird mit uralten Bolzengewehren ausgeschossen, wobei man manchmal beim Schießen durchaus das Gefühl entwickelt, das die Bolzen sehr eigenwillig sind. Ihre Trefferlage ist nicht immer vorhersagbar, sodass das Glück, bei der Frage des Gewinners, eine große Rolle spielt. Aufgrund zahlreicher Spenden unserer Vorstands- und Beiratsmitglieder können wir jedem teilnehmenden Jugendlichen bei der Preisverleihung ein Sachgeschenk überreichen. Diese werden auf einem Gabentisch präsentiert und der Gewinner des Weihnachtspreisschießens darf sich als erstes ein Geschenk aussuchen. Als Preise gibt es beispeilsweise MP-3-Player, DVD-Player, Gesellschaftsspiele, Puzzle, Cityroller, Lenkdrachen, Rucksäcke, Reisetaschen, etc.
Das Highlight jedes Jahres ist unser Schützenfest, bei dem am Freitag zur Eröffnung direkt der Jungschützenkönig ausgeschossen wird. Dies geschieht durch das traditionelle Vogelschießen auf einen Holzvogel. Alle Jugendlichen dürfen auf die Insignien des Vogels mitschießen. Dies sind die Krone, der Apfel, das Zepter und die beiden Flügel. Wer es geschafft hat, ein Teil des Vogels zu erobern, bekommt anschließend eine Medaille. Wenn alle Insignien gefallen sind, wird auf den Rumpf geschossen. Alle Jugendlichen ab 16, die gerne Jungschützenkönig oder –königin werden möchten, schießen auf den Rumpf. Der- oder diejenige, bei dem Rumpf von der Stange fällt, ist neuer Jungschützenkönig bzw. -königin.
Weiterhin nimmt die Jugendabteilung am eigenen und auswärtigen Festzügen teil.
Am letzten Trainingstag vor den Sommerferien wird ein gemütlicher Grillabend veranstaltet.
Im allgemeinen fährt die Jugendabteilung alle zwei Jahre auf Wochenendfreizeit.
Bild: Die Jugendabteilung im Jahre 2000

Bild: Die Jugendabteilung im Jahre 2005